Typi­sche Mailchimp-Feh­ler und wie Du sie vermeidest

Wenn wir News­let­ter-Audits durch­füh­ren, sto­ßen wir immer wie­der auf die glei­chen Stol­per­fal­len. Oft sind es keine gro­ßen Pro­bleme, son­dern kleine Dinge, die über­se­hen wer­den und trotz­dem viel Wir­kung kos­ten. Es sind diese typi­schen Mailchimp-Feh­ler, die den Unter­schied zwi­schen einem erfolg­rei­chen News­let­ter und einer E‑Mail, die unge­le­sen bleibt, ausmachen.

Feh­ler 1: Feh­len­des Einverständnis

Der wich­tigste Punkt zuerst: Du darfst News­let­ter nur an Kon­takte ver­schi­cken, die ihr Ein­ver­ständ­nis gege­ben haben. Ein­fach eine Liste impor­tie­ren und los­schi­cken ist ein kla­rer Ver­stoß gegen die DSGVO.

Eine Aus­nahme gibt es nur für bestehende Kun­den, wenn Du sie über Ände­run­gen oder wich­tige Infor­ma­tio­nen infor­mie­ren musst, die für sie rele­vant sind. Ansons­ten gilt: hol das Ein­ver­ständ­nis ein, sonst kann es teuer werden.

Feh­ler 2: Feh­lende Regelmäßigkeit

Viele News­let­ter wer­den unre­gel­mä­ßig ver­schickt. Zwei Monate nichts, dann plötz­lich eine Mail. Das führt dazu, dass Deine Abonnent:innen Dich ver­ges­sen haben. Sie öff­nen die Mails sel­te­ner, die Wir­kung geht verloren.

Die Lösung ist ein­fach: Plane feste Sen­de­zei­ten und halte Dich daran. Ob wöchent­lich, alle zwei Wochen oder ein­mal im Monat – Haupt­sa­che, es gibt einen Rhyth­mus. So ent­steht Ver­trauen, und Deine Leser:innen wis­sen, wann sie von Dir hören.

Num­mer 3: zu viele Lis­ten (Audi­en­ces)

Aus mei­ner lang­jäh­ri­gen Erfah­rung habe ich schon eini­ges gese­hen. Für jeden News­let­ter oder für jede neue Seg­men­tie­rung wird eine neue Audi­ence ange­legt. Letz­te­res mag zwar schlüs­sig erschei­nen, macht jedoch die Ver­wal­tung kom­pli­ziert, führt zu dop­pel­ten Kon­tak­ten und kos­tet Dich am Ende mehr Geld und Nerven.

Eine gut gepflegte Haupt­liste reicht aus. Mit Mailchimp las­sen sich Seg­mente, Tags oder Grup­pen erstel­len, um Inhalte gezielt zu ver­tei­len. So behältst Du den Über­blick, sparst Kos­ten und erreichst Deine Abonnent:innen effizient.

Num­mer 4: Unsau­bere Daten

Selbst die beste News­let­ter-Stra­te­gie schei­tert, wenn die Daten schlecht sind. Fal­sche E‑Mail-Adres­sen, feh­lende Infor­ma­tio­nen oder inak­tive Kon­takte sen­ken die Öff­nungs­ra­ten und erhö­hen das Risiko, als Spam mar­kiert zu werden.

Lösung: Pflege Deine Daten regel­mä­ßig. Prüfe, wer sub­scri­bed, unsub­scri­bed oder clea­ned ist. Führe Re-Enga­ge­ment-Kam­pa­gnen für inak­tive Kon­takte durch, und achte dar­auf, dass die per­so­na­li­sier­ten Daten aktu­ell sind. So wirkt jede Mail pro­fes­sio­nell und relevant.

Num­mer 5: Keine Welcome-Mail

Der erste Kon­takt zählt. Wenn nach der Anmel­dung keine Will­kom­mens-Mail kommt, ist das eine ver­passte Gele­gen­heit. Die Abonnent:innen wis­sen nicht, wer Du bist oder was sie von Dir erwar­ten kön­nen und sie ver­ges­sen Dich schnell wieder.

Eine kurze, auto­ma­ti­sierte Will­kom­mens­se­rie stellt Deine Marke vor, erklärt, was die Abonnent:innen erwar­tet, und lie­fert sofort einen Mehr­wert. Damit setzt Du den rich­ti­gen Ton und bin­dest neue Kon­takte von Anfang an.

Num­mer 6: Style over substance

Viele legen gro­ßen Wert auf das Design des News­let­ters und ver­ges­sen, dass der Inhalt ent­schei­dend ist. Ein schö­ner News­let­ter ist nett anzu­se­hen, bringt aber keine Ergeb­nisse, wenn die Inhalte irrele­vant oder unklar sind.

Kon­zen­triere Dich auf wert­volle Inhalte, klare Bot­schaf­ten und eine gute Struk­tur. Das Design sollte unter­stüt­zen, nicht ablen­ken. Leser:innen wol­len Infor­ma­tio­nen, die ihnen hel­fen, nicht ein Kunst­werk in ihrer Inbox.

Num­mer 7: Feh­lende Analyse

Wer nicht ana­ly­siert, kann seine News­let­ter nicht ver­bes­sern. Öff­nungs­ra­ten, Klick­zah­len, Abmel­dun­gen – diese Daten lie­fern die Basis für Optimierungen.

Über­prüfe regel­mä­ßig, wel­che Inhalte gut funk­tio­nie­ren und wel­che nicht. Teste neue Ansätze und passe Deine Stra­te­gie an. So stei­gert sich die Per­for­mance Dei­ner Kam­pa­gnen kontinuierlich.

Num­mer 8: Wo kom­men die Kon­takte her?

Oft wis­sen Unter­neh­men nicht genau, woher ihre Kon­takte stam­men. Gerade bei meh­re­ren Anmel­de­for­mu­la­ren oder Lead-Magne­ten ist es wich­tig, die Quelle nach­zu­voll­zie­hen. Nur so las­sen sich gezielte Inhalte ver­sen­den und recht­li­che Vor­ga­ben einhalten.

Trans­pa­renz bei der Kon­takt­ge­win­nung schützt vor recht­li­chen Pro­ble­men und sorgt dafür, dass Deine Mails nur an inter­es­sierte Empfänger:innen gehen.

Num­mer 9: Keine Segmentierung

Nicht jede:r Abonnent:in inter­es­siert sich für alles, was Du anbie­test. Wenn Du alle gleich behan­delst, sinkt die Rele­vanz. Seg­men­tie­rung erlaubt, Inhalte gezielt auf die Bedürf­nisse ein­zel­ner Grup­pen anzupassen.

So stei­gen Öff­nungs- und Klick­rate, und Deine Leser:innen füh­len sich ver­stan­den. Tags, Grup­pen oder Seg­mente in Mailchimp sind hier die Werk­zeuge der Wahl.

Fazit

Unsere Audits zei­gen: Viele Pro­bleme im E‑Mail-Mar­ke­ting ent­ste­hen durch kleine Feh­ler, die leicht zu behe­ben sind. Ein sau­be­res Setup, regel­mä­ßige Mails, per­so­na­li­sierte Inhalte und die rich­tige Ana­lyse machen den Unter­schied zwi­schen einem unge­le­se­nen News­let­ter und einer Kam­pa­gne, die echte Ergeb­nisse liefert.

Über die Autor:in

Michael Keukert - Geschäftsführung

Michael Keu­kert

Michael Keu­kert ver­ant­wor­tet bei AIX­hi­bit den bera­ten­den Teil. Bereits seit 1993 ist er im Mar­ke­ting tätig, 2011 wech­selte er auf Agen­tur­seite zu AIX­hi­bit. Mit an die zwan­zig Jahre Erfah­rung mit Mailchimp gehört er zu den abso­lu­ten Mailchimp-Spe­zia­lis­ten weltweit.