Alt-Texte richtig schreiben: So werden Bilder zugänglich und SEO-stark
Alt-Texte sind kleine, unscheinbare Textbausteine und doch leisten sie Großes. Sie machen Websites und Social-Media-Posts barrierefrei, verbessern die Nutzer:innen-Erfahrung und können sogar das Google-Ranking positiv beeinflussen. Trotzdem werden sie häufig übersehen oder nur halbherzig umgesetzt. Dabei lässt sich mit ein wenig Sorgfalt viel erreichen.
Was Alt-Texte leisten
Alt-Texte (Alternative Texte) werden von Screenreadern vorgelesen, wenn ein Bild nicht angezeigt werden kann oder Nutzer:innen es nicht sehen. Sie beschreiben also, was auf dem Bild zu erkennen ist, und stellen sicher, dass alle Inhalte zugänglich bleiben. Gleichzeitig helfen sie Suchmaschinen, Bilder inhaltlich zu verstehen – ein wichtiger Faktor für SEO.
Wichtig ist dabei: Der Alt-Text soll Informationen zugänglich machen, die sonst verloren gehen würden. Wenn ein Bild lediglich etwas wiederholt, was ohnehin im Text steht, ist kein Alt-Text notwendig.
Ein Beispiel:
Über einer Grafik steht die Überschrift „Bearbeitungszeit Ihres Antrags“. Daneben ist eine Uhr zu sehen. Ein Alt-Text wie „Bearbeitungszeit Ihres Antrags“ bringt hier keinen Mehrwert, da die Information bereits vorhanden ist. Das Bild dient nur zur Illustration und bleibt deshalb ohne Alt-Text.
Wie gute Alt-Texte entstehen
Ein guter Alt-Text beschreibt präzise, was auf dem Bild zu sehen ist, ohne zu interpretieren oder zu bewerten. Er sollte kurz, klar und natürlich formuliert sein – idealerweise nicht länger als 125 Zeichen, damit Screenreader ihn vollständig vorlesen können. Werden Alt-Texte im Rahmen von SEO-Maßnahmen erstellt, dürfen relevante Keywords enthalten sein, sofern sie sich organisch einfügen. Keyword-Stuffing ist kontraproduktiv und wird von Suchmaschinen schnell abgestraft.
Ein paar Faustregeln, die sich in der Praxis bewährt haben:
Beschreiben statt interpretieren: Bleibe sachlich und nenne, was sichtbar ist.
Klar formulieren: Vermeid Fachbegriffe oder Abkürzungen, die Screenreader falsch aussprechen könnten.
Kontext beachten: Der Alt-Text sollte immer den Zweck des Bildes unterstützen.
Nicht mit „Bild von…“ beginnen: Screenreader kündigen Bilder ohnehin an.
Zeichenanzahl einhalten: Etwa 125 Zeichen sind ideal.
Auf saubere Zeichensetzung achten: Kommas und Punkte helfen beim Vorlesen.
Beispiele aus der Praxis
Ungünstig: „Bild von Mann im Büro mit Laptop, SEO, Online-Marketing, Agentur, Social Media“
Besser: „Mann arbeitet mit Laptop in moderner Agentur“
Ungünstig: „Frau lacht“
Besser: „Frau sitzt lächelnd an einem Schreibtisch mit Kaffeetasse“
Ungünstig: „Produktfoto Marketing“
Besser: „Blauer Notizblock mit Digitalagentur-Logo auf Holztisch“
Warum sich der Aufwand lohnt
Alt-Texte verbessern nicht nur die Sichtbarkeit bei Google, sondern zeigen auch, dass Barrierefreiheit ernst genommen wird. Sie sind ein Zeichen für digitale Verantwortung und für die Qualität einer Website. Wer konsequent auf gute Alt-Texte achtet, sorgt also nicht nur für bessere Rankings, sondern auch für ein inklusiveres Nutzer:innenerlebnis. Und das ist letztlich das Ziel einer modernen, professionellen Online-Kommunikation.










